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“Über Lehrer und Professoren habe ich früher gelächelt!”-Ein Interview mit Prof. Dr. Ralf Wandmacher

Aktualisiert: 21. Nov 2019





An der accadis Hochschule Bad Homburg betreut er die Vorlesungen Finance and Entrepreneurship, Shareholder Value Management, Applied Global Finance, Mergers and Acquisitions und Finanzwirtschaft. In der Praxis war er bei der Deutschen Bank, Goldman Sachs und ist auch heute noch als selbstständiger Investor tätig. Die Rede ist natürlich von Prof. Dr. Ralf Wandmacher, mit dem wir uns zu einem gemütlichen Abendinterview getroffen haben, um etwas mehr über seine Zeit an unserer accadis zu erfahren und um ihn besser kennenzulernen.


Guten Abend Herr Wandmacher, schön dass Sie sich für uns die Zeit genommen haben. Sie sind schon seit 2017 hier, als Dozent der accadis und sind stets voll in Ihrem Element. Was hat Sie dazu motiviert, Dozent an der accadis Hochschule zu werden?

Ich wollte es gerne ausprobieren. Meine Frau hat auch gesagt, ich soll nicht die ganze Zeit vor Computern sitzen, sondern auch mal wieder etwas mit Menschen machen, denn ich habe vorher mehrere Jahre nur für mich gehandelt (Trading). Dann habe ich das Dasein als Dozent schließlich ausprobiert, fand es gleich super spannend und es macht mir sehr viel Spaß!

Was ist für Sie die größte Herausforderung beim Dozieren an der accadis und was genau macht Ihnen am meisten Spaß?

Die größte Herausforderung, die ich absolut unterschätzt habe, ist die Vorbereitung. Ehrlich gesagt habe ich früher über Lehrer, Professoren und Ähnliches ein wenig gelächelt. Was ich jedoch absolut nicht gedacht hätte ist, dass man pro Lehrstunde etwa sieben bis zehn Stunden Vorbereitungszeit braucht. Was mir jedoch am meisten Spaß macht, ist die flexible Arbeit mit den Studenten. Ich nehme gerne kurzfristige Änderungen an der Vorlesung vor, wenn sich die Chance ergibt oder gewisse Fragen in der Vorlesung aufkommen.

Was ist das Witzigste, das Ihnen bisher in einer Ihrer Vorlesungen passiert ist?

Ich denke, da ist noch nicht allzu viel passiert, jedoch war ich sehr erstaunt als ich das erste Mal um 11:30 Uhr den Song des Brötchenlieferanten (gemeint ist die “A-Team”-Werbemelodie eines mobilen Brötchenverkäufers) draußen gehört habe, denn ich hatte keine Ahnung, was da passierte.

Wir wissen, dass Sie neben Ihrer Tätigkeit als Dozent noch einige andere Projekte betreiben und viel um die Ohren haben. Ich erinnere mich, dass Sie einmal in einer Vorlesung gesagt haben, Sie hätten eine 90-Stunden-Woche. Wie verbringen Sie Ihre wenigen freien Stunden, die Ihnen in der Woche bleiben, am liebsten?

Da kann ich nur auf meine Frau verweisen, die meinte, ich sollte doch vielleicht auch ab und zu einmal etwas mit ihr unternehmen, beziehungsweise mit unserer Tochter oder unserem Hund. Manchmal trägt es mich jedoch von dannen, wenn ich gerade ein interessantes Projekt habe und ich dann wirklich durchgehend daran arbeite. Am meisten verbringe ich meine freie Zeit mit Sport oder mit der Familie.

Wussten Sie bereits während Ihrer Zeit als Student, was Sie später einmal beruflich machen wollen?

Ich wusste eigentlich bereits als Schüler in der elften Klasse, dass ich am liebsten etwas mit Wertpapieren machen wollte. Damals hat mich ein Lehrer, den ich vorher eigentlich überhaupt nicht mochte, irgendwie infiziert… mit dem Planspiel Börse. Ich habe dann eine Ausbildung gemacht, studiert und mich dann für eine Auswahl von Fächern entschieden, von denen ich überhaupt keine Ahnung hatte, dass diese später einmal zusammenpassen würden. Im Nachhinein habe ich dann festgestellt, dass all diese Fächer im Bereich “Strukturierte Produkte” zusammenkommen.

Was heißt für Sie Erfolg?

Erfolg hat für mich ganz einfach etwas mit Unabhängigkeit und Spaß zu tun, also wenn man mit seinem Erfolg unabhängig bleiben kann und dabei Spaß hat.

Jeder hat seine sogenannten „Essentials“. Was darf bei Ihnen nicht fehlen, wenn Sie morgens aus dem Haus gehen?

Ich würde mich fast als Minimalist beschreiben, mir reicht normalerweise eine Kreditkarte und mein Mobile. Das war’s, mehr brauche ich nicht.

Wie stellen Sie sich Ihren Traumurlaub vor?

Es gibt eine eindeutige Traumstadt, in der ich auch schon zwei Jahre gelebt habe: Kapstadt. Ich finde auch mal einen Stadt- oder Strandurlaub schön, aber Kapstadt ist eine Stadt, in der man alles machen kann. Sie bietet sowohl Strände, eine interessante Kultur und Menschen, zudem auch noch sehr interessante Weingüter. Das ist für mich einfach optimal.

Zum Abschluss des Interviews: Wenn Sie uns Studenten einen Rat mit auf den Weg geben dürften, welcher wäre das?

Nehmen Sie es nicht so ernst, wenn Ihnen jetzt schon jemand sagt, Sie müssten für Ihr Leben entscheiden. Seien Sie mutig, machen Sie Dinge, die Sie interessieren und schauen Sie nicht zu sehr, wie das Ganze später auf ihrem Lebenslauf aussieht. Aus eigener Erfahrung: Die Dinge, die vielleicht am interessantesten sind, aber vielleicht auch am unangenehmsten, bringen Sie später am weitesten!

Vielen Dank für das Interview, Prof. Dr. Wandmacher!

Benedict Gribbin & Alexander Stanzel

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